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Gemeinsames Projekt mit dem Parc da Natüra Biosfera Val Müstair

Neues Projekt
– Flachsanbau in der Val Müstair

Vor hundert Jahren wurde noch Flachs (Lein) im Val Müstair angepflanzt. Aus dem selbst-gesponnenen Garn woben die Münstertalerinnen von Hand Hemden, Bettwäsche und Küchentücher usf. auf ihren traditionellen Webstühlen. Meist waren es Textilien für den Eigengebrauch.

Die Verarbeitung der geernteten Flachspflanzen zu natürlichem Leinengarn ist aufwändig und mühsam. Deshalb verschwanden nach und nach die Flachsfelder mit den schönen blauen Blüten aus dem Val Müstair und aus der ganzen Schweiz. Die Verarbeitung wurde im Vergleich zu anderen Garnen, die meist in fernen Ländern günstig eingekauft wurden, zu teuer. 
Flachsfelder sind aber nicht nur gute Garnlieferanten, sie sind auch sehr wertvoll für die Förderung der Biodiversität und sie finden zunehmend auch Verwendung in der Fertigung von Hightech-Werkstoffen.

Zurück zu den Wurzeln

Anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums im 2021 lancieren der Parc da Natüra Biosfera Val Müstair zusammen mit der Handweberei Tessanda das Projekt «Wiederanbau von Flachs in der Val Müstair». Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren ein erstes Feld im Münstertal zu bepflanzen und Flachs zu ernten.

Die fachlichen Abklärungen erfolgen in Zusammenarbeit mit der SwissFlax GmbH, die sich seit Jahren dafür einsetzt, die Wertschöpfungskette für Schweizer Flachs wieder aufzubauen.

«Sach da Marenda»
– Unser «Botschafter» für den Flachsanbau

Eigens für den künftigen Flachsanbau in der Val Müstair haben wir einen sympathischen «Botschafter» kreiert: Das praktische und schöne Picnic-Säcklein «Sach da Marenda». Es versinnbildlicht unseren Wunsch nach der Wiederbelebung der wertvollen Lein-Pflanze im Tal.

Der «Sach da Marenda» ist (natürlich!) aus 100% Leinen gewoben, mit Streifen in Gelb, Blau oder Grün. Farblich abgestimmte Bändel im praktischen Tunnelzug erlauben das sichere Verschliessen des Säckleins.

Ein vielseitig verwendbares Säcklein für Ihre Verpflegung – für unterwegs in der Natur, für den Arbeitsplatz oder an der Schule und Uni.

Wenn Sie ein schönes Leinen-Säcklein benötigen oder verschenken möchten oder, wenn Sie wieder Flachsfelder im Val Müstair sehen wollen, dann freuen wir uns auf Ihre Bestellung.

 

Verkaufsstellen in der Val Müstair – in jedem Dorf erhältlich

– Hotel Al Rom, Tschierv
– Pension Restaurant Hirschen, Lü
– Hotel Staila, Fuldera
– Hotel Central, Valchava
– Hotel Helvetia, Müstair
– Klosterladen, Kloster St. Jon, Müstair
– Handweberei Tessanda, Sta. Maria

Säcklein im Online-Shop bestellen

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Aktive Projekt-Beteiligung der Tessanda

Die Tessanda beteiligt sich aktiv im Projekt «Wiederanbau von Flachs in der Val Müstair». So sind wir in den unterschiedlichen Abklärungsarbeiten involviert und übernehmen Marketing- und Kommunikationsaufgaben.

Zudem beteiligt sich die Tessanda finanziell an den Evaluations- und Vorbereitungskosten: Mit jedem verkauften Picnic-Säcklein spendet die Tessanda 8 Franken in die Kasse, aus der gezielte Projektarbeiten finanziert werden.

Die Vorfreude ist gross, bald wieder ein erstes Flachsfeld in der Val Müstair bepflanzen und bestaunen zu können!

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Grosse Strassen-Beschriftung in Sta. Maria

Leinen
– ein aussergewöhnliches Naturgarn

Im Gegensatz zu anderen Bastfasern ist die Leinenfaser gut teilbar und fein verspinnbar, was sie für Wäsche und Kleidung auszeichnet. Die Leinenfaser ist glatt und schliesst wenig Luft ein, so ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien. Die Faser ist von Natur aus bakterizid, fast antistatisch und schmutzabweisend.

Leinen nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus. Die Gewebe wirken somit kühlend, aber dennoch trocken wärmend (deswegen wird das Gewebe gern für Sommerbekleidung eingesetzt). Die Wasserhaltung auf der Oberfläche ist auch Ursache der antistatischen (und damit schmutzabweisenden) Eigenschaft.

Die Leinenfaser ist sehr reißfest und extrem unelastisch. Aufgrund der geringen Elastizität ist Leinen knitteranfällig. Die Reissfestigkeit macht das Leinen strapazierfähig und langlebig. Leinen ist stark und muss nicht wie Baumwolle nachgestärkt werden. Es hat natürlichen Glanz und Stärke.

Leinen ist gut verspinnbar, kochfest, sehr reissfest und bildet keine Flusen. Jedoch lässt es sich vergleichsweise schlecht bügeln. Trockene Hitze mag das Gewebe nicht, deshalb soll es mit Dampf oder bei leicht feuchtem Zustand gebügelt werden.

Beim Weben von Leinen muss für die Kettfäden ein gleichmässiges und damit teures Garn verwendet werden. Kettfäden mit den für Leinen typischen Unregelmäßigkeiten würden unter der Scheuerbelastung leiden und zu oft reißen.

 

Halbleinen
Halbleinen bezeichnet
ein Gewebe mit einem Mindestgehalt an Leinenfasern. Es wird typischerweise mit Leinen im Schuss und meist Baumwolle in der Kette gewoben.

 

Waschen und bügeln
Anfällig ist Leinen gegenüber Reibung. Seine Scheuerfestigkeit ist geringer als die der Baumwolle; es sollte deswegen bei Wäsche der Schongang eingesetzt werden oder bei Handwäsche nur gestaucht und nicht gerieben werden.

Leinen ist gegen Waschlaugen, Waschmittel, chemische Reinigung und hohe Temperaturen beim Waschen (Kochwäsche) und Bügeln unempfindlich. Trockene Hitze schädigt das Gewebe, daher soll es zum Bügeln noch leicht feucht sein, Wäschetrockner sind ungeeignet.

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Wunderbare Rückmeldungen zu unserem Flachsanbau-Projekt

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Das ist ja eine wunderbare Idee. Es kommt gut! Anna C.

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Wir begrüssen solche Initiativen. Es ist wichtig, dass wieder aufgezeigt wird, wieviel Zeit, Fleiss und Schweiss es braucht, um ein Textil vom Feld bis zum fertigen Küchentuch oder Pullover herzustellen. Weiter ist der Flachs eine wunderbare und vielnutzbare Pflanze und ich freue mich wenn er wieder im Münstertal blüht.
Dominik Füglistaller, Geschäftsführer SwissFlax GmbH

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Grazia fich per quist bel proget! Cordials salüds, Natalia G.

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This wonderful project – several years in the making and the result of many people’s thoughts, dreams and conversations – is radical in the best possible way, truly going to the root of what we believe is needed for regions to thrive in the future.
Dr. Matthew Skjonsberg, Associate Director, Future Cities Laboratory, ETHZ-FCL, Global Sustainable Cities and Settlement Systems
https://mscla.arch.ethz.ch/new-civic-landscapes-public-health/ 

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Gerne unterstütze ich Ihr Projekt «Wiederanbau von Flachs im Val Müstair» und finde den Gedanken sehr stimmig und wunderschön. Viel Erfolg! In unserem Naturgarten wuchs immer Lein auf dem Kiesbeet, nun sind es nur noch wenige Pflänzchen im Trog auf dem Balkon. Unsere Lieblingsblümchen, allein schon wegen der Farbe. Herzlichen Dank und herzliche Grüsse, Gerda S.

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Sach da marenda – einmal mehr eine glänzende Idee! Wir freuen uns auf die Marenda-Säcklein, aufs Wandern in der Val Müstair und wir träumen bereits von den blühenden Flachsfeldern… Macht weiter so und bleibt gesund. Liebe Grüsse, Marianne und Hans Peter M.

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Gerne bestellen wir als Freund der Tessanda laut Ihrem schönen Angebot den Sach da Marenda. Wir danken Ihnen bestens und grüssen freundlich, Damian B.

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Wir freuen uns sehr auf das Projekt mit dem Flachsfeld und hoffen auf einen Besuch im Sommer. Mit guten Wünschen und herzlichen Grüssen, Ursula und Martin G.

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Gerne beteilige ich mich am Projekt «Wiederanbau von Flachs im Val Müstair» und schicke Ihnen gerne meine Bestellung. Mit den besten Wünschen für das neue Projekt und freundlichen Grüssen, Rosmarie G.

Medienspiegel

Der Wiederanbau von Flachs interessiert auch die Medien.  Hier finden Sie alle Berichterstattungen über das Projekt und über die Tessanda allgemein.

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