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Der Webprozess

Entwerfen
Ideen, Farben, Proportionen und Materialien werden aufeinander abgestimmt und zu realisierbaren Geweben entwickelt.

Berechnen
Die Webvorschrift, welche die Fertigungspatrone, die Materialberechnung sowie die Gewebebreite und -länge beinhaltet, wird erstellt.

Zetteln
Die mehreren hundert Kettfäden, manchmal sogar über tausend, werden auf dem Zettelgestell auf die berechnete Länge geschärt.

Aufbäumen
Sorgfältig wird die Kette am Webstuhl auf die korrekte Breite eingeteilt und aufgebäumt.

Einziehen
Jeder einzelne Kettfaden wird mit viel Achtsamkeit in der genau definierten Reihenfolge in die Schäfte eingezogen.

Verschnüren
Durch das Verbinden der Schäfte mit den Tritten wird das Muster des Gewebes programmiert.

Weben
Das Schiffchen mit dem auf Bobinen aufgespulten Schussfaden wird von Hand mit viel Elan hin und her geschossen. Faden um Faden wächst das Gewebe.

Der letzte Schliff
Das fachmännische Fertigstellen bis hin zum sorgfältigen Nähen und Bügeln schliesst den Herstellungsprozess ab. Fertig ist das Kunstwerk.

Traditionelles Handweben

Es klappert, es kracht und knarrt in der Handweberei Tessanda. Die lauten Klänge geben den Rhythmus der Handarbeit an den Webstühlen an. Heute genauso wie vor 90 Jahren. Eindrücke des Handwebens, die unter die Haut gehen. Bei der Tessanda weben noch heute ausgebildete oder sorgfältig angelernte Weberinnen nach alter Tradition hochwertige Textilien gänzlich von Hand auf teilweise über 100 Jahre alten Webstühlen. Sie tragen alle einen Namen: Il Grond, Mammut, alte Dame, Ornamaint etc. Es entstehen allesamt exklusive Unikate.

Es braucht viele Jahre Weberfahrung, bis ein Webstuhl für komplizierte Muster eingerichtet und diese anschliessend in perfekter Qualität gewoben werden können. Die Arbeit am Webstuhl erfordert eine ständige Konzentration und ist physisch anspruchsvoll. Den Webstuhl für ein neues Gewebe einzurichten ist eine ziemlich aufwändige Arbeit: Je nach Muster, Grösse und Rohgarn arbeiten bis zwei Weberinnen über zwei Tage lang – tausende von Fäden wollen höchst präzis eingezogen und jeder einzeln verknüpft werden. Echtes handwerkliches Können!

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Stilvolle Designs

Traditionell werden eher funktionelle Artikel wie Geschirrtücher, Tischdecken und -sets, Brotsäcke, Vorhangstoffe sowie Badetextilien gewoben. Im Tessanda-Sortiment finden sich aber auch Accessoires wie Taschen, Etuis und Kulturbeutel, sowie schöne Foulards und Schals für Damen und Herren. Im Bereich Heimtextilien stellen wir warme Plaids, Wolldecken und robuste Teppiche her. Für alle Gewebe verwenden wir qualitativ hochwertige und natürliche Rohgarne, je nachdem welche sich für das jeweilige Produkt am besten eignen: Leinen, Baumwolle, Wolle, Seide und mehr.

Unsere traditionelle Produktionsweise erlaubt es, auf die individuellen Wünsche unserer Kunden einzugehen. Es sind Privatpersonen, Architekturbüros, Innenarchitekten und -einrichter, Firmen und Organisationen angesprochen. Wir weben – auch in kleineren Mengen – Muster, Farben, Materialien und Masse der Textilien so, wie es die Kundin, der Kunde wünscht.

Fast alles ist möglich!

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Stiftung

Die Manufactura Tessanda Val Müstair ist eine Stiftung mit dem Zweck, das professionelle Handweben als eigenständigen Beruf zu erhalten und zu fördern. Sie bildet junge Menschen aus und schafft so die Möglichkeit, das Handweben von Grund auf und in Übereinstimmung mit dem Berufsreglement von Bund und Kanton zu erlernen. Im Sinne der Frauenförderung sorgt die Stiftung zudem dafür, dass Weberinnen und andere Berufsfrauen einen Verdienst im Val Müstair haben.

Um ihren Fortbestand zu sichern muss die Tessanda betriebswirtschaftlich erfolgreich geschäften, d.h. sämtliche Betriebskosten müssen durch den Verkauf der eigenen Produkte gedeckt werden. Die Jahresrechnung wird von einer anerkannten Revisionsstelle überprüft. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich.

 

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Der Stiftungsrat: Jürg Baeder, Maya Repele, Barbara Wälchli, Sonja Cazin und Peder Andri, Präsident.

Tessanda Gönnerverein

Der Gönnerverein vereint Menschen, die Freude am alten Kunsthandwerk des Handwebens und an der Förderung der Manufactura Tessanda haben. Die Gönnerinnen und Gönner unterstützen die Tessanda mit Beiträgen und Spenden und ermöglichen so wesentliche Investitionen in die Infrastruktur und die Realisierung von Projekten unterschiedlicher Art. Ein besonderes Anliegen des Gönnervereins ist die Schulung der Auszubildenden und die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen.

Sind auch Sie begeistert vom altem und raren Handwerk des Handwebens? Möchten Sie dazu beitragen, dass Frauen im Val Müstair einer interessanten und sinnvollen Arbeit nachgehen können? Und, dass junge Frauen die anerkannte Ausbildung als Gewebegestalterin bei der Tessanda auch in Zukunft absolvieren können?

Der Tessanda-Gönnerverein ist ein gemeinnütziger, neutraler Verein, dessen Vereinsvermögen ausschliesslich zur direkten Förderung der Handweberei Tessanda eingesetzt wird. Die Mitglieder des Gönnervereins leisten einen Jahresbeitrag und setzen ihn nach freiem Gutdünken fest, der Mindestbeitrag beträgt CHF 50. Die Mitglieder werden mindestens einmal jährlich über den Geschäftsgang der Tessanda sowie über die Aktivitäten des Gönnervereins informiert.

Bainvgnü e grazia fich!

 

Der Vereinsvorstand

Jürg Baeder, Präsident; Stefan Bösiger-Fallet, Kassier; Kurt Pfister, Aktuar; Nical Conrad
und Manuela Steiner

Wenn Sie uns unterstützen möchten

Tessanda Gönnerverein, Plaz d’Ora 14, 7536 Sta. Maria V.M.
Konto: Tessanda Gönnerverein, c/o Graubündner Kantonalbank, Chur.
IBAN: CH75 0077 4155 1417 2820 0